Boxer bleiben ungeschlagen PDF Drucken E-Mail
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SCHWERIN - Als der 13:11-Erfolg über die \"Zweite\" vom Boxring Hertha BSC Berlin unter Dach und Fach war, stand Andy Schiemann die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

\"Ich bin sehr zufrieden, denn ich hatte schon ein bisschen Bammel, dass es heute schiefgehen könnte\", gab der Trainer vom BSC Schwerin zu, dessen Staffel ihre weiße Weste wahrte und mit nun 6:0 Punkten die Tabelle in der Oststaffel der Box-Oberliga anführt. \"Wir hatten ein paar Ausfälle zu verkraften und die Berliner haben sich gut verstärkt\", sagte Schiemann. Oberligaboxen BSC Schwerin vs Hertha BSC Berlin_12 Das Gute daran für die wiederum rund 500 Fans in der Schweriner Volleyballhalle: Bis zum allerletzten Kampf, dem im Schwergewicht, blieb ihnen die Spannung am Samstagabend erhalten. Dann aber ließ \"Einflieger\" Stefan Sittner aus Schleswig-Holstein an seinen Ambitionen für den dritten Sieg im dritten Saisoneinsatz für die Schweriner keinerlei Zweifel aufkommen. In der dritten Runde beendete der Ringrichter nach einem Wirkungstreffer bei Widerpart Nils Rügheimer den ungleich gewordenen Kampf. \"Eine richtige Entscheidung\", befand auch der Trainer des aus Ludwigslust stammenden Berliners, Otto Ramin, der seinerseits aber nur als Beobachter an seine alte Schweriner Wirkungsstätte zurückgekehrt war.

Einen schönen Abend hatte bis dahin vor allem Schwerins Clemens Busse erlebt. Im 100. Kampf seiner Karriere landete der deutsche Federgewichts-Juniorenmeister von 2008 im drei Kilo höheren Leichtgewicht einen einstimmigen Punktsieg gegen Herthas Hamburg-Import Robert Haruyunyan. Der hatte immerhin die Empfehlung eines deutschen U21-Vizemeistertitels in die Waagschale zu werfen.

Fast schon im Schongang kam André Miltzow zu seinem Sieg im Bantamgewicht (54 kg). Sein Gegner Binnd Badia boxt eigentlich im 48-Kilo-Limit, war folgerichtig fast einen Kopf kleiner und chancenlos. Auch Jesko Krüger, der im Weltergewicht den beruflich verhinderten Ole Hennings vertrat, ließ in seinem Kampf nichts anbrennen. Den härtesten Treffer vom mehrfachen deutschen Nachwuchsmeister David Herbon musste der deutsche Juniorenmeister von 2007 in der ersten Runde hinnehmen und zwar durch einen klaren Tiefschlag.

Als Kurzarbeiter profiliert sich weiterhin Stephan Alms. Seinen dritten vorzeitigen Erfolg in dieser Saison verdankte Schwerins Mittelgewichtler einer Disqualifikation in der zweiten Runde gegen Artur Gräfenstein. Zwei Verwarnungen wegen Haltens und eine wegen zu tiefen Kopfes bedeuteten das Aus für den sich recht unorthodox bewegenden Berliner.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. April 2009 um 11:36 Uhr
 

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